Hans Rosenthal und Pele
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Wie man eine Hochzeitseinladung selber macht erfahrt ihr weiter unten. Hier die volle Pracht:
 
 

Vorderseite
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Inlay
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  A N L E I T U N G
 
Es ist nicht einfach eine solch prächtige Hochzeitseinladung wie die von Thierry und Claudi auf die schnelle selbst zu machen. Hier verraten die Profis jedoch wie es geht:

Sympathische Hochzeitseinladungen mit POWERPOINT® leicht gemacht
Eine Anleitung in 14 Schritten (= ca. 10 min.)

  1. Man fahre ca. 100 km von zu Haus weg, treffe sich in einer wohlbekannten Stadt und genieße alkoholische Getränkein Maßen.
  2. Am nächsten Morgen bis kurz vor Rückfahrt ausgiebig ausschlafen und dann einen erfahrenen Grafiker zwingen, auf verschiedenen Fotos aus dem Geldbeutel den Hintergrund zu entfernen
  3. Zurück zu Hause entschließt man sich dann doch, das Foto nochmals zu bearbeiten, wodurch der verschwundene Hintergrund wieder auftauchen muss.
  4. Die Auflösung so herunterschrauben, dass die einzelnen Pixel deutlich sichtbar werden und Streifen auf Kleidungsstücken aussehen wie Holzperlenketten.
  5. Foto grob ausschneiden. Dabei so viel Rand übrig lassen, dass sich die Bilder trotzdem überlappen, selbst wenn sie geschickt diametral angeordnet werden.
  6. Über den Menüpunkt: „Extras, Einfügen, Denkblasen“ zwei unterschiedlich große Denkblasen einfügen (die größere für den Bräutigam).
  7. In die Denkblasen mit einer geläufigen Hochzeitsschriftart jeweils das Wort „Ja!!“ einfügen (Schriftgröße muss für die Braut nicht unbedingt reduziert werden.)
  8. Die Sprechblasen rosa einfärben und auf leicht transparent stellen, so dass die Bilder im Hintergrund leger durchscheinen
  9. Rahmen hinzufügen
  10. Die ganze Sache hochkant auf Querformat ausdrucken und in der restlichen Papierhälfte ein weiteres rosa Kästchen hinzufügen. Mit irgend etwas füllen (z.B. der eigenen Adresse). Möglichst wenig Leerzeichen verwenden.
  11. Einmal quer in der Mitte falten.
  12. Inlay: auf keinen Fall doppelseitig bedrucken. Eine extra Seite ausdrucken, etwas kleiner schneiden und UHU®-sparend einkleben.
  13. Der Braut zum Unterschreiben vorlegen, selbst mit einer Profi-Unterschrift signieren, die man bereits mit 12 Jahren durch langes Übern perfektioniert hat.
  14. In einem frei wählbaren Billiglohnland abschicken.


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  Literatur

4 Akte des Trauens – eine literaturwissenschaftliche Analyse der Hochzeitseinladung

Im Folgenden wird der Versuch unternommen, die Einzigartigkeit des Versdramas „Wir trauen uns ...“ ausgehend von einer semiotisch und zahlenmysisch informierten Gattungsanalyse zu belegen und dabei die sprachlich-formale Sprengkraft des Werks herauszuarbeiten:

Sehr genau nuanciert beginnt der Text mit dem bis dato nicht näher bestimmten pluralistischen Pronomen „wir“, dem in Z. 10 ein „Dich/Euch“ gegenüber gestellt wird, das den Rezipienten einschließt. Das „wir“ wird erst am Schluss des Textes aufgelöst in die Eigennamen „Claudia und Thierry“, so dass durch diese Personenstruktur eine Dreiteilung des Textes geschaffen wird. Worauf aber verweist diese Triade, wo doch das „wir“ eindeutig nur zwei Personen umfasst? Noch scheint das dritte Element zu fehlen, denn, das geht aus der Analyse hervor, die weiteren vier auftauchenden Namen „Günter & Olli Zellmer“ sowie „Gabriel & Brigitte Pelherbe“ stehen, wenn auch in unmittelbarer Nähe, so doch neben und nicht innerhalb des „wir“.

Die zweite Zeile des Versdramas verspricht dem Rezipienten vier Akte, denen die mit Ordnungszahlen eingeleiteten vier ersten Strophen entsprechen. Ganz bewusst weist der Text die griechische Tragödie mit ihren klassischen 5 Akten zurück, so dass man schon in Z. 2 vermuten darf, dass die Geschichte nicht in Parallele zu der des griechischen Helden verlaufen wird. Ganz im Gegenteil erwartet die Leserin / der Leser statt des tragischen Todes des Helden bzw. der unerfüllten Liebe das blühende Leben und die ewige Liebe.

Ausblick:
Dem potentiell unendlichen Prozess der Semiose entspricht im vorliegenden Text die Quasi-Umarmung der ersten und letzten Zeile. „Wir trauen uns“ verweist programmatisch auf den Schluss „Claudia & Thierry“, der wiederum, gleich einem unendlichen Zirkel, den „Rückflug“ zum Anfang suggeriert. Der Text mündet also in eine stetige, nicht enden wollende zirkuläre Bewegung.

Prof. Dr. phil. Tina Ohmacht
  

  Dalli Klick
 
Ein paar Rate-Bilder der Dalli Klick Show der Hochzeit:
 
1.  Ratebild (Thierry): 1 2 3 4
2.  Ratebild (KN): 1 2 3 4 5
3.  Ratebild (KN): 1 2 3 4
4.  Ratebild (Claudi): 1 2 3 4
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© 2001. Design by Steffen Scheibenstock